Hallo Yvonne,
ich habe persönlich mit meiner Hündin und mit fast allen Rüden, die ich in den letzten Jahren kennegelernt habe genau diese Erfahrung gemacht. Eyco versteht sich NOCH mit allem was vier Beine hat. Meine Hündin ist viel selbstbewußter geworden in ihrem 2. und 3. Lebensjahr, wobei sie früher unter der Kategorie Angsthase lief, also keine dramatische Entwicklung.
Ich habe auch den Eindruck, dass Rüdenaggression hier nicht oft zum Thema gemacht wird, obwohl es draussen überall ein Thema IST.
Vito ist fast 10 Monate alt und wird seit einiger Zeit von den anderen Rüden als solcher wahrgenommen. Wie hatten bis jetzt einige Situationen mit Rüden, in denen aggressives Verhalten eine Rolle gespielt hat. Vor drei Wochen wurde er von einem anderen Rüden an der Seite verletzt, was aber von meiner Seite erst später erkannt wurde (Er ist mit dem anderen älteren Rüden übers Feld gejagt und dabei ist es wohl passiert) Die Besitzer des anderen Rüden haben sich jedoch vorbildlich verhalten und ich fand das ganze auch nicht sooooooooo schlimm, obwohl er genäht werden musste. Wir hatten das unter "Unfall" abgehakt.
Dann hat ihn ein anderer Rüde zum Feind auserkoren, dem wir bis jetzt 3 mal begegnet sind. Jedes Mal weigert sich das andere Herrchen, den Rüden an die Leine zu nehmen und lässt seinen Hund Vito hetzen, wobei das deutlich aggressiv ist. Letztes Mal habe ich schon vom weitem Vito an die Leine genommen, aber Fehlanzeige: er hat ihn noch nicht mal rangerufen. Also musste ich die Leine fallen lassen , und hab mich mit dem Herrchen auseinandergesetzt, der mir den heissen Tipp gab, doch besser woanders spazieren zu gehen.

Nur nebenbei: Vito hat sich nicht gewehrt, er ist nur geflüchtet.
Gestern hat dann Vito angefangen zu stänkern. Das ist uns bis jetzt nur einmal passiert, aber den gleichaltrigen Rüden konnte er schon von Welpenbeinen an nicht leiden. Gestern wars dann ein Doggenrüde

Vito hat dann auf "weitergehen" gehört, aber es war ganz klar er, der provoziert hat.
Also kann ich selbst bei meinem Zwerg mit kanpp 10 Monaten schon einen Unterschied feststellen. Ganz ehrlich: Wer sich einen Rüden ins Haus holt und meint, er würde sein Leben lang mit anderen Rüden spielen, ohnedass es je Zoff gibt, der ist schlicht und ergreifend naiv. Ich dachte früher auch, dass hat was mit Erziehung, hochgepriesener Welpenspielstunde usw. zu tun. Das hat es aber nicht. Auf Spaziergängen sind es immer wieder Rüden im Alter zwischen 1 und 2 Jahren gewesen, die Stunk gemacht haben. Ich kenne selber nur einen unkastrierten RR Rüden in dem Alter, den man als rüdenverträglich bezeichnen könnte. ALLE Älteren (die ich kenne) sind das NICHT ! Bis auf einen, aber der war eine Ausnahme und er spielt jetzt hinter der Regenbogenbrücke.
Zugegeben: Ich aber schon darüber nachgedacht, ob Vito in die Zucht gehen soll, aber ich komme immer wieder auf mein eigentliches Vorhaben : die Kastration. Urspünglich war das früher angedacht, aber 2 Narkosen (Bronchioskopie und Naht der Wunde) in den letzten beiden Monaten waren zuviel. Von daher werde ich noch ein paar Monate oder Wochen warten.. Die Kastration hat für mich die Vorteile, dass er dann als Neutrum wahgenommen wird, Mädels nicht mehr sooooooooo interessant sind und ich würde gerne noch ein paar Jahre an gemeinschaftlichen Spaziergängen mit anderen Rüden teilnehmen !
Vielleicht melden sich ja mal ein paar Halter von älteren Rüden zu dem Thema, und geben mal offen zu, dass das sehr wohl ein Thema IST !
Um das ganze nicht schwarz zu malen, vielleicht hast Du ja einen Ausnahmerüden, Yvonne, ich würds Dir wünschen.
LG
Nina, Luni und Vito
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