Entscheidend sind physische und geistig-emotionale Belastbarkeit. In Sachen Physis kommt es vor allem auf Geschmeidigkeit an, man braucht eine hohe Konzentrationsfähigkeit, eine gute Beobachtungsgabe, und die Fähigkeit, sich bei Konflikten klar, ruhig und freundlich zu positionieren - dann kann das auch im Alter klappen.

Leider wird es bei vielen Menschen daran scheitern, dass sie zu lange Raubbau mit ihren Organismen getrieben haben (Bewegung, Ernährung, soziale Komponenten, Schlaf). Irgendwann summiert sich das, und führt zu rasanten Verfallserscheinungen, die wir gern dem "Alter" zuschreiben, obwohl sie damit tatsächlich gar nicht so viel zu tun haben. Es muss also letztlich eine individuelle Abwägung bleiben, die berücksichtigt, dass die ersten vier Jahre WIRKLICH fordernd in jeder Hinsicht ausfallen werden, während die folgenden Jahre nur dann entspannter laufen, wenn diese anstrengende Vorarbeit gut gemeinsam gemeistert wurde.

Norbert, Dein Hundeprogramm stimmt mich übrigens nicht fröhlich, es klingt mordsmässig anstrengend und ambitioniert. In der Praxis kommen dabei die wirklich wichtigen Themen vor lauter action gern mal zu kurz, das Resultat sind dann u.U. unausgeglichene Junkies, die kaum noch gesellschaftsfähig sind. Freude und Spaß, gemeinsames Unterwegssein, Raum für Träumereien und Bummeleien sind ebenfalls wichtige Ressourcen!