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Thema: RR als Rentner?

  1. #101
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von maxi
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Wer behauptet etwas 100% "im Griff zu haben" ist entweder ein Träumer oder ein selbstherrlicher Narr !
    Ich persönlich gestehe meinem Hund allerdings prozentual eine höhere Wahrscheinlichkeit seines Gehorsams zu,
    im Vergleich zu meinen süssen Enkelkindern . Wenn ich mit den beiden unterwegs bin, strengt mich das erheblich mehr an - da diese herzallerliebsten Kinder unberechenbarer sind als je einer meiner Hunde - --------- eben ein
    Erziehungsproblem ??? Außerdem muss ich mir anschließend von meinem Söhnchen sagen lassen, dass ich "zu streng" bin .
    Und zum eigentlichen Thema nochmal kurz: in jedem Alter sollte man sich selbst ehrlich gegenüber sein und seine Grenzen kennen, dann erübrigen sich derartige Diskussionen .

    sonntägliche Grüsse, Inge
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  2. #102
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Das steht nirgends. Aber offenbar berühren bestimmte Worte nebst Hinweis auf mögliche einschränkende Faktoren sensible Punkte. Was ich auch ganz natürlich finde, denn der Alterungsprozess an sich stellt uns seinerseits ja in gewisser Weise durchaus in Frage. Wie, dies oder das geht nicht mehr so geschmeidig? Hoppala!

    Älterwerden hat in unserer Gesellschaft noch dazu so gar keinen guten Ruf. Viele Angebote sind explizit darauf ausgerichtet, es zu verzögern, zu vertuschen, zu negieren, und gäbe es ein Medikament, das es verhinderte, ich bin sicher, es fände reissenden Absatz.

    Wenn ich nun mir und anderen gegenüber einräumen muss, dass ich dem großartigen RR möglicherweise nicht mehr ganz so gut gerecht werden kann, wenn ich - nun ja, eben älter werde, und damit manches einbüsse, anderes hinzu gewinne, rührt das ans vitale Selbstverständnis, und damit einen ganzen Rattenschwanz aus Ängsten, Befürchtungen, und gesellschaftlicher Aspekte.
    Also ich meinte schon bei den anfänglichen Posts die eine oder andere Bemerkung rausgelesen zu haben bzgl. Alter, physisches Kräfteverhältnis, Verletzungsgefahren usw.
    Darauf hatte ich dann reagiert mit meinem Post.

    Ich finde deine obenstehenden Überlegungen interessant, aber für mich persönlich trifft es grad nicht so zu, finde ich.
    Mein Rüde hat mich in den selteneren Fällen an körperliche Grenzen gebracht, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich outdoor mit ihm durchaus das eine oder andere Mal in ungeplant spontaner Ruhelage wiedergefunden habe.
    Und wie ich auch beschrieben habe, mein Hund ist ein sehr freudiger und aufmerksamer Trainingspartner, mit dem ich wirklich viel Freude zusammen daran habe, und wäre er nicht so begeistert dabei, hätte ich sicher nicht so viel mit ihm diesbezüglich probiert und gemacht. Das habe ich alles bisher in komplett keinster Weise in Zusammenhang mit meinem Alter gesehen, wieso auch.

    Deutlich anstrengender war - und ist gelegentlich immer noch (aber bei weitem nicht mehr so schlimm) - unser mentales Kräftemessen.
    Ayo war ein Leinenpöbler vor dem Herrn, und dazu gab es im Laufe der ersten drei Jahre mehrere Vorfälle, bei denen er den jeweils anderen Hund auch leicht verletzt hat (im Feilauf, nicht an der Leine). Das hat mich desöfteren in tiefe Verzweiflung gestürzt, wie oft war ich rat- und mutlos, bis heute beneide ich immer mal wieder die anderen Hundeleute, deren Hunde sowas einfach nicht machen bzw. auch nie die Neigung dazu gezeigt haben.
    Nun ja, ich war zum Glück von Anfang an sehr gut betreut in unserer tollen Hundeschule, habe mich informiert soviel ich konnte (Seminare, Bücher), Maulkorb- und Begegnungstraining begonnen, und mir auch Rat und Unterstützung bei erfahrenen RR Leuten geholt. (danke hier auch mal an den Regensburger Stammtisch )
    Die Anstrengungen diesbezüglich waren oft enorm für mich, aber nicht physisch oder weil ich so alt bin wie ich bin, sondern weil ich immer wieder mal mit Frust, Ärger und Kummer gekämpft habe. Aber das ist etwas, was in der einen oder anderen Form doch alle Menschen das ganze Leben begleitet irgendwie, oder?

    Ich kann der Vollständigkeit halber auch anmerken, dass mein Rüde mit ca. 2 Jahren relativ plötzlich seine Jagdleidenschaft entdeckt hat. Training diesbezüglich hatte ich bis dahin total vernachlässigt, da es ja gar keinen Grund gab, er war immer strebermäßig super abrufbar, ist nie abgehauen usw., und dann plötzlich war es anders.
    Also DAS würde ich heute völligst anders angehen.
    (und... DAS haben wir mittlerweile auch recht gut im Griff)

    Ebenso würde ich heute sehr sehr genau schauen, wo ich meinen Welpen hole, und da würde ich mir auch definitiv an geeigneter Stelle Rat holen.


    Ich bleibe also bei meiner Meinung, dass jemand der sich das zutraut, wie hier Norbert, sich durchaus auch als Rentner einen großen Hund wie einen RR nach Hause holen kann, alle weiteren Ratschläge sind für mich dann gut und wichtig, aber eher altersunabhängig.

    Und es ist doch immer erfreulich, wenn jemand im Zuge seiner Überlegungen hier um Meinungen bittet.
    Mir gefällt diese Diskussion bisher recht gut muss ich sagen.

    LG
    Gilla mit Ayo

  3. #103
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von maxi Beitrag anzeigen
    Und zum eigentlichen Thema nochmal kurz: in jedem Alter sollte man sich selbst ehrlich gegenüber sein und seine Grenzen kennen[..]
    und entsprechend handeln.
    Asani Hekima and norby like this.
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  4. #104
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von Extragilla Beitrag anzeigen
    Also ich meinte schon bei den anfänglichen Posts die eine oder andere Bemerkung rausgelesen zu haben bzgl. Alter, physisches Kräfteverhältnis, Verletzungsgefahren usw.
    Darauf hatte ich dann reagiert mit meinem Post.
    Nunja - möchtest Du in Abrede stellen, dass es physiologische Alterungsprozess gibt?
    Geändert von SaBine (03.01.2016 um 17:43 Uhr)
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  5. #105
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Nunja - möchtest Du in Abrede stellen, dass es physiologische Alterungsprozess gibt?
    äh, nein, in keinster Weise, wieso?

  6. #106
    Hundehalterversteher Avatar von Vorname Nachname
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von maxi Beitrag anzeigen
    ...
    Und zum eigentlichen Thema nochmal kurz: in jedem Alter sollte man sich selbst ehrlich gegenüber sein und seine Grenzen kennen, dann erübrigen sich derartige Diskussionen ....
    Ich versteh ohnehin nicht wo das Problem liegt. Der TS hat gefragt, wenn ich das richtig verstanden habe, ob man nem Rentner einen RR empfehlen kann oder ob nicht doch ein anderer Wauz in dem Alter angesagter wäre.
    Darauf haben die einen auf ein paar RR-Eigenarten hingewiesen die normalerweise nicht so leidenschaftlich in Abrede gestellt werden, und die imho durchaus eine gewisse Mindestfitness erfordern.
    Andere wiederum haben erklärt, dass so was doch kein Problem sei so lange es keine Probleme gibt (hab ich jetzt mal leicht verkürzt).
    Es wurde ne recht einfache Frage gestellt und es gab Antworten darauf. Der Rest ist doch nur der übliche brainfuck.
    Btw, zum Alltag mit RR und was er einem abverlangen kann sei mal auf das Buch "Kenny und die Großwildjäger" verwiesen. Anschaulicher kann man nicht vorab erfahren was auf einen zu kommt, vielleicht eine bessere Entscheidungshilfe als das Gezeter hier.
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  7. #107
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von norby Beitrag anzeigen

    Nun lese ich hier schon eine weile mit und da ist mir aufgefallen, dass einige unter euch keinen RR im Alter mehr wollen.
    Es wäre schön wenn Ihr mir das hier begründen könntet, damit ich hoffentlich keinen Fehler begehe.
    Norbert
    Norbert wollte nicht wissen was wir empfehlen, sondern warum einige FÜR SICH entschieden haben, im Alter keinen RR mehr zu wollen. FÜR SICH, nicht für ihn und nicht für andere!
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    Gruss aus der Schweiz
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  8. #108
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von Extragilla Beitrag anzeigen
    äh, nein, in keinster Weise, wieso?
    Deshalb:

    Also ich meinte schon bei den anfänglichen Posts die eine oder andere Bemerkung rausgelesen zu haben bzgl. Alter, physisches Kräfteverhältnis, Verletzungsgefahren usw.
    Darauf hatte ich dann reagiert mit meinem Post.
    Alter bringt physiologisch naturgemäß Veränderungen mit sich, und die wirken sich auf die Leistungsfähigkeit aus. Das ist durch Training, Orthomolekularmedizin und optimierte Lebensführung nur bedingt auszugleichen.

    Natürlich kann es sein, dass man durch mehr Zeit und Muße vieles austariert, und daher auch mit 75 einem Jung-RR gerecht werden kann. Möglicherweise sind aber die persönlichen Einschränkungen dann schon in ein Stadium eingetreten, beispielsweise in Form eines ganz normalen Nachlassens der Lungenkapazität, die das zunehmend erschweren.

    Möglicherweise steckt man manches nicht mehr so leicht weg, schon gar nicht Stürze, denn die Zusammensetzung unserer Knochen verändert sich naturgemäss ebenso wie unsere Laborwerte hinsichtlich HB, Lympho- und Erythrozyten und vieler weiterer Parameter. All das hat Auswirkungen auf Gewebe, Muskulatur, Sehnen. Vieles lässt sich, bleibt man im Training und lebt gesund, sehr moderat halten.

    Man kann auch mit 90 Jahren noch Skifahren, Bergsteigen, einen Marathon laufen. Man sollte aber realistischerweise davon ausgehen, dass es dennoch Einschränkungen gibt.
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    Nordhummel
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  9. #109
    AsadTheFirst
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Off-Topic:

    Bisweilen ist es hier einfach so, dass das Diskutieren der Pros und Cons unter den Antwortenden einen größeren Raum einnimmt als das direkt Antworten auf die Fragestellungen im EP.

    Ja? Und? Dafür ist ein Forum doch da: zum Diskutieren. Zum Thema-Beäugen-und-Drehen-und-Wenden.

    Was macht's? Wer Spaß dran hat, zieht sich neue Denkanstöße aus der Diskussion. Wer keinen Spaß dran hat..... tschaaaaaaaaaa.... schadeschade

    Ps: Für mich steht ja fest: Es wird keinen Hund mehr geben.

    Aber ich fand Gillas Postings so herrlich erfrischend. Ja, ich behaupte: 60 heute ist das, was eine Generation früher mit 45 war.

    Geändert von AsadTheFirst (04.01.2016 um 10:09 Uhr)
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  10. #110
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von maxi
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Wenn ich das richtig verstehe, wird es hier nicht gern gesehen/gelesen, wenn man keine Probleme beisteuern kann ?? Man könnte ja eventuell dennoch zur Bewältigung solcher beitragen.
    Und das mit dem Gezeter finde ich doch putzig .............................., es geht also nicht um Meinungsaustausch ??
    Vielleicht könnte der eine oder andere von einem alten und RR-erfahrenen User noch profitieren ???

    Einen schönen Wochenanfang für alle, Inge
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  11. #111
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von vincevega
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Einmal unabhängig davon, dass ich bezweifle, dass jemand, der beim RR "erzieherische Baustellen" hat, bei einem Schäferhund zwingendermaßen keine hätte, sehe ich einen Hund lieber in kompetenten Händen, (fast) unabhängig vom Alter des Halters.

    Manch ein RR in Händen "jüngerer" Menschen, wäre in meinen Augen in kompetenten Seniorenhänden besser aufgehoben.
    Grundvoraussetzung muss dann eine seriöse Klärung (vor Erhalt eines Lebewesens) der Nachfolge des Hundehalters bei Tod oder Krankheit sein, so dass für die Zukunft des Hundes im Extremfall gesorgt ist.
    Daß mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde. Mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

  12. #112
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von vincevega Beitrag anzeigen
    (....) sehe ich einen Hund lieber in kompetenten Händen, (fast) unabhängig vom Alter des Halters.

    Manch ein RR in Händen "jüngerer" Menschen, wäre in meinen Augen in kompetenten Seniorenhänden besser aufgehoben.
    Grundvoraussetzung muss dann eine seriöse Klärung (vor Erhalt eines Lebewesens) der Nachfolge des Hundehalters bei Tod oder Krankheit sein, so dass für die Zukunft des Hundes im Extremfall gesorgt ist.
    "Dann", wieso das denn? Das gilt doch für jedes Lebensalter, oder?
    Zumindest rein theoretisch.
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  13. #113
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Hallo zusammen,

    scheinbar habe ich mit meiner Frage hier einen "Glaubenskrieg" ausgelöst und muss gestehen, dass mir die Antworten wirklich alle gut gefallen und tragen definitiv zu meiner Entscheidungsfindung bei.

    Ich möchte so viele Meinungen, Erfahrungen und Ratschläge hören bzw. bekommen, wie nur möglich. Wer ausser euch (RR Besitzer) kann den bei so einer Frage überhaupt, kompetent (wenn auch manchmal subjektiv) etwas dazu beitragen.
    Ich bin froh das mich hier einige Member PN's gesendet haben und mich zu einem Spaziergang mit Ihren Hunden eingeladen haben. Die eine oder andere davon werde ich sicherlich annehmen (PN oder email folgen).

    Was mir noch fehlt sind die Antworten bezüglich der Zuchtlinien. Wie erkenne ich genau, wer was wohin züchtet?
    norby

  14. #114
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von norby Beitrag anzeigen
    [..]Was mir noch fehlt sind die Antworten bezüglich der Zuchtlinien. Wie erkenne ich genau, wer was wohin züchtet?
    das wird man dir schon mitteilen, womöglich per pn oder mail. ich hoffe nur, du wirst dich dann nicht gleich verlieben.

    nein, ich bin da kein experte und habe keinerlei diesbezügliche tipps für dich.
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  15. #115
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von norby Beitrag anzeigen
    Hallo Suse,

    trifft das nicht auf alle Rassen zu und wenn nein, auf welche nicht? Oder ist es dem Wesen oder der Rasse RR geschuldet, dass die meisten von euch von diesen Problemen berichten. Ich bin vom Mali sofort abgerückt als mir bewußt wurde, das diese Rasse in eine Richtung gezüchtet wird/wurde die ich nicht möchte. Ich stelle mir vor eine treuen Begleiter zu haben der "Gesellschaftsfähig" ist und trotzdem noch ein Hund ist. Ich kann mich nicht vorstellen mit einem Dackel, Pudel oder Spitz, diese Rassen würden mir keine Freude bereiten.

    Aber,es ist schön so differnzierte Meinungen und Erfahrungen zu lesen und ich werde das bis jetzt von euch geschriebene sehr wohl in die Entscheidungsfindung einbeziehen, sonst hätte ich nicht fragen brauchen.
    Leider überwiegt bisher das negative und zwar nicht aus Altersgründen, sondern weil diese Rasse nun mal so ist wie sie ist.
    Hallo Norbert,

    entschuldige, Deine Antwort ist mir wegen des "moderiert" untergegangen .
    Ich kann Dir nur sagen, dass ich nicht glaube, dass das auf alle Rassen zutrifft.
    Unser erster Hund war ein Retriever.
    Ich habe es irgendwann einmal so beschrieben:
    Die einzige Gemeinsamkeit zum RR ist die, dass sie ebenfalls vier Pfoten haben und dass es vorne bellt.
    Meinen allerersten RR habe ich vor rund zwanzig Jahren gesehen und war sofort hin und weg, wunderschön, extrem schnell und für mich seinerzeit mit Kleinkind und schwanger eine Totalüberforderung.
    Deshalb war ich heilfroh, einen Retriever zu besitzen.
    Die erste Begegnung lief folgendermaßen ab:
    Man traf sich zufällig auf dem Feldweg, ich mit Kinderwagen und schnupperndem, leicht vertrotteltem Retriever (ich mein`das liebevoll! Und in DIREKTEM Vergleich zu der damals 10 Monate alten RR-Hündin), mir entgegen kam eine Frau mit einem Hund, wie ich ihn noch nie gesehen hatte.
    Die Junghündin freute sich super über meinen jungen Rüden und hopste um ihn herum.
    Er konnte nicht mithalten und verlor schnell das Interesse.
    Ich hatte 100 und eine Frage über diesen Hund, alleine, bis ich das "Rhodesian Ridgeback" zuverlässig behalten konnte, hatte ich 5 x nachgefragt .
    Und während mein Retriever so am Maulwurfshügel schnupperte, schoss die Hündin wie von der Tarantel gestochen los und erreichte das Ende des Ackers, als mein Hund den Kopf hob, weil er denn dann doch mitbekommen hatte, dass die Hündin losstach.
    Alleine die Zeit, die er brauchte, um zu kapieren, dass da irgendwas war, dem hinterherzuhetzen sich lohnte, reichte der Hündin, um eine wirklich große Distanz zurückzulegen.
    Ich ganz fassungslos zu der Frau:" Äh......was HAT sie denn, um Himmels Willen??"
    Die Dame ganz gelassen:"....jaaaa.....dahinten war ein Hase, haben Sie den denn nicht gesehen??"
    Ähm.....nö. Hatte ich nicht.
    Weshalb auch?
    Mein Retriever jagte nicht.
    Und hetzte nicht.
    Und zwar von sich aus nicht.
    Er liebte Schlammbäder, buddeln, essen und schwimmen und irgendwie war er ein sehr entschleunigender Hund.....in Relation zum RR gesehen.
    HEUTE komme ich mir mitunter vor, als hätte ich Sonar und Radar ständig am Limit laufen und wäre am besten mit den Sinnen einer Fledermaus, eines Caniden und eines Buschjägers ausgestattet; da das nicht so ist, kriege ich nicht alles mit, was meinem jungen Rüden an Umweltreizen so begegnet...und REIZE trifft es in seinem Fall hervorragend.....ihn REIZEN eine ganze Menge Dinge.
    Und überreizen ihn.
    Und bisweilen auch mich.
    Unser Retriever war mit noch nicht einmal zwei Jahren einfach....fertig.
    Und der Erziehungsaufwand tendierte gegen Null.
    Heute ist mein SIEBEN Jahre alter Rüde mein Erholungspunkt, mein Fels in der Brandung und lässt mich das Licht am Ende des Tunnels erahnen .
    Und ja, neulich, vor ein paar Wochen, da war ich so am Ende, dass ich drüber nachgedacht habe, den Knallkopp abzugeben.
    Also...so ganz kurz und es dauerte auch nur den Weg vom Park bis nach Hause .
    Nö, ich rate Dir weder ab noch den RR aus.
    (Am Ende heißt es noch, ich hätte Dir zum Retriever geraten.....)
    Weshalb auch?
    Du hast ein gestandenes Alter, Lebenserfahrung und kannst mit einer ehrlichen Schilderung sicher viel tun.
    Ich kann Dir nur ehrlich berichten, wie es MIR ging ung geht.
    Und ich sage Dir auch, das wird, aufgeben ist nicht; wir machen das gemeinsam mit unserer Trainerin und es wird.
    Dauert halt nur.
    Schade, dass Du ein bisschen weit weg wohnst.....ich würde Dir meine Rüden gerne mal vorstellen.

    Was GENAU meinst Du denn mit der Frage nach den "Linien"?
    Sowas wie "Arbeits-" und "Show-Linien"?


    LG, Suse

    P.S.: Meine Hunde sind beide gesellschaftsfähig....ein wachsames Auge sollte man bei einem Hund, der sehr auf Außenreize reagiert (Sichtjäger!) dennoch immer haben.
    Und einen Dackel finde ich super, der steht hier bei uns durchaus auf der Wunschliste.
    Wirklich!
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  16. #116
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Off-Topic:

    Aber bilde Dir mal nicht ein, Suse, dass es mit so einem Dackelchen EINFACH wäre .
    Nordhummel
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  17. #117
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Off-Topic:

    Aber bilde Dir mal nicht ein, Suse, dass es mit so einem Dackelchen EINFACH wäre .
    Off-Topic:

    Das bilde ich mir gar nicht ein. Der reißt mich aber nicht um, über den falle ich höchstens .
    *ENTSCHULDIGUNG*
    Der Gatte hat sich gerade den Zeh zweifach gebrochen.Und das nur, weil ich angerufen habe und er schnell meinem Ruf folgen wollte.
    (Vom Sofa aufgesprungen, zum Telefon gerannt und RUMMS vor das Tischbein....)Wenigstens da klappt es mit dem Grundgehorsam und der guten Erziehung.
    *Nochmals Entschuldigung, ist aber auch echt ein ernstes Thema!*


    Off-Topic:

    Und wann kriege ich ENDLICH mal ein Foto??
    Vorname Nachname likes this.
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  18. #118
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Hach, Suse hat mir aus der Seele geschrieben. Wir hatten vor Kima auch einen Labrador Retriever x DS.
    Er hatte nur wenig vom DS mitbekommen, auch optisch nicht. Ich habe noch eine weitere Gemeinsamkeit festgestellt. Beide sind verfressen, wober der Labi nur halb so extrem war wie Kima. Der Labi war mit 1 Jahr fertig erzogen und wahnsinnig folgsam. Kima mit 6 ist es noch nicht und wird es wohl auch niemals sein, zumindest nicht annähernd so wie Aron es war.
    Geändert von Asani Hekima (04.01.2016 um 19:45 Uhr)
    Gruss aus der Schweiz
    Dany


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  19. #119
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Nevi11
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Hallo Norbert,

    also das ist jetzt nicht so ganz mein Thema (meins wäre eher Rentner und Auto fahren :-D, - Spaß), aber Eins muss ich doch mal los werden:
    Du bist ja wirklich ein sympathischer Zeitgenosse. Ich hab` selten hier im Forum erlebt, das ein Faden so entspannt von statten geht und das sich zusätzlich noch Jemand `Neues` so empfänglich und entspannt darauf einlässt. Vielen Dank dafür und welcher Hund es auch wird, bitte mehr davon in Zukunft, ich fänd`s gut ;-)

    Gruß
    Maren

  20. #120
    Hundehalterversteher Avatar von Vorname Nachname
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zu den Erfolgsgeschichten, die ich allen Beteiligten von Herzen gönne, möcht ich mal ne Anekdote beisteuern.
    Ich war damals auf der Hundesuche öfters im Tierheim.
    Da war ein großer Zottel. Ein Cuvac. Der hielt sich immer im hintersten Bereich seines Käfigs auf und zeigte deutlich, dass er von menschlichem Kontakt weder etwas erwartet (jedenfalls nichts gutes) noch ihn wünscht.
    So viel Trauer und Verbitterung hab ich nie wieder in Hundeaugen gesehen. Der wirkte wie ein Kandidat für lebenslänglich hinter Gittern mit seinem traurigen Mörderblick.
    Eines Tages war gerade ein alter Mann gekommen um Gassi zu gehen, wie das Tierheimbesucher ja häufiger machen. Hager, klein, alt, verbiestert. Ich hatte einen Onkel der im Russlandfeldzug war, der hatte einen ähnlichen Blick und war ähnlich redselig (also gar nicht).
    Die Tierpflegerin begrüßte den Mann und sagte, wie sehr es sie freue dass er so oft da sei um mit Ivan dem Schrecklichen (den echten Namen kenne ich nicht) spazieren zu gehen, da er der einzige sei mit dem der Hund gerne mitgehen würde und bei dem es nie Probleme gab.
    Manchmal muss man nicht gucken warum es scheppert, manchmal sind die Besonderheiten die Fälle wo es keinen Stress gibt. Immer wenn ich an die beiden Misanthropen denke hoffe ich, dass ihre Freundschaft noch endlose Jahre gedauert hat, vielleicht gar ein echtes Happy-End nahm.
    Würde mich ein älterer Herr, der nicht mehr gut auf den Beinen ist fragen ob ein Cuvac eine gute Wahl ist, würde ich dennoch nicht mal sagen "das kommt ganz darauf an". Sondern ganz diplomatisch (so dolle wie ich das hinkriege) "lass es".
    Nun behandelt meine Anekdote extremere Fälle als das Threadthema, aber ich hoffe es wird klar was ich meine.
    Geändert von Vorname Nachname (04.01.2016 um 23:07 Uhr)
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  21. #121
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von Nevi11 Beitrag anzeigen
    Hallo Norbert,

    Du bist ja wirklich ein sympathischer Zeitgenosse. Ich hab` selten hier im Forum erlebt, das ein Faden so entspannt von statten geht und das sich zusätzlich noch Jemand `Neues` so empfänglich und entspannt darauf einlässt. Vielen Dank dafür und welcher Hund es auch wird, bitte mehr davon in Zukunft, ich fänd`s gut ;-)

    Gruß
    Maren
    Hallo Maren,

    diese Meinung hast Du aber exclusiv!


    Woher, wenn nicht von Euch, die Ihr so viel Erfahrung habt, soll ich mir denn Rat holen? Ich kenne niemanden der einen RR hat.

    Außerdem, wenn ich mir einen Lebewesen zulege, für den ich dann die Verantwortung trage muss ich mir doch ALLE möglichen Informationen besorgen die ich bekommen kann.

    Wenn ich da blauäugig rangehe und mir Denke, das geht schon gut, das schaffst du schon und es geht dann schief, wer hat es denn dann auszubaden, immer der Hund und der ist noch nicht mal vorher gefragt worden!
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    norby

  22. #122
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Ich finde es gut, wie Du Dich informierst. Es kommt halt sehr darauf an, was man von einem Hund erwartet.

    Du suchst einen größeren, recht gut motivierbaren, recht leicht führbaren, kurzhaarigen Hund, mit dem Du Deine freie Zeit genießen und Sport machen kannst, richtig?

    Ich hatte mich zunächst, trotz Begeisterung für die Rasse, gegen den Ridgeback entschieden. Hauptsächlich nach der Lektüre des Kapitels Erziehung hier im Forum. Schien mir viel zu anstrengend in den ersten Jahren, viel zu viel ernstes Problempotential, wenn man Erziehungsfehler macht. Klar, es gibt auch unproblematische Hunde dabei, aber wenn es Probleme gab, dann gleich richtig heftig. Das wollte ich mir eher nicht antun.

    Ich habe mich dann bei Boxer-, Viszla-, Dalmatiner-, Chesapeake Bay Retriever-Züchtern weiter informiert. Eigentlich hatten wir zum Boxer tendiert. Es gibt auch tolle, aktive Labradore.

    Irgendwann hat mein Mann Tamu gesehen und sich verliebt. Er sagt, er wollte wirklich keinen Ridgeback im Allgemeinen, aber er wollte diesen Hund. Tatsächlich ist er toll, aber genauso anstrengend wie erwartet. Seine Kraft und sein Körper wuchs definitiv schneller als sein Verstand.

    Vielleicht hilft Dir unser Weg zur Entscheidung auch ein bisschen weiter.

    Einen direkten Vergleich konnte ich neulich machen: Ich hatte den Labrador meines Ex-Schwagers an der Leine. Ungefähr gleich alt und gleich schwer wie Tamu. Ein nicht unproblematischer, unsicherer Hund, der schon auf weite Entfernung bei Mensch und Hund nach vorne geht. Also keinesfalls eine Schlaftablette. Das ist echt ein anderes Kaliber. Nach meiner Einschätzung wird dieser Hund (im Vergleich zu Tamu) ungefähr die Hälfte an Zeit, Nerven und Kraft brauchen, bis er wieder alltagstauglich ist. Ich habe ihn fast nach hinten umgeworfen, als er beim ersten Mal losging. Ich dachte, da kommt jetzt die Kraft meines Ridgeback.

    Gruß, Marion
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  23. #123
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Nevi11
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von norby Beitrag anzeigen
    Hallo Maren,

    diese Meinung hast Du aber exclusiv!


    Woher, wenn nicht von Euch, die Ihr so viel Erfahrung habt, ....
    Na jetzt übertreibst Du aber :-D. Nein, stimmt schon, natürlich sollte man sich informieren, aber das sieht ja bei Weitem nicht Jeder so.

    PS. mit der Exklusivität komm ich zurecht ;-) 56 ist für mich persönlich i.d.R. ebenfalls kein Alter, in dem man sich Sorgen machen muss.
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  24. #124
    Solar Power User Avatar von shirotora
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    Standard AW: RR als Rentner?

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    ...
    btw: jeder macht sich seinen hund selbst, angefangen bei der zücherwahl, über das fressen, die hundeschule, die fachliteratur, die glaubensreichtung bis hin zur ausstattung mit mäntelchen, schicker leine, ...
    Den Satz rahm ich mir ein...

    Off-Topic:

    Btw, wir warten bisher vergeblich beim Schnoesel auf die hier sooft angesprochene Puh-Baer-Taet - seit 6 Jahren!
    maxi and Sierra like this.
    Some creatures have the ability to fill spaces you never knew were empty.


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