Bin angefixt und hab jetzt auch noch diesen Artikel gefunden:
Die Domestizierung der Füchse schreitet voran « DiePresse.com
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Das Experiment beweisst, dass die Entwicklung des Wolfes zum Hund durchaus in einem Quantensprung stattgefunden haben kann.
Das koennte die Idee von Gregory Acland, Veterinär an der Cornell University in Ithaca, USA stuetzen. Er meint, dass nicht der Mensch auf den Hund kam, sondern umgekehrt. Schenkt man ihm Glauben, verfügte der damalige Mensch noch gar nicht über die intellektuellen Fähigkeiten, den Hund zu domestizieren, da er selbst "noch nicht vollständig domestiziert" war. Der frühe Hund fand in der Nähe des Homo sapiens eine ökologische Nische und "verhaustierte" sich so selbst. Er nützte die gemeinsamen Jagdausflüge mit dem Menschen als Sozialschmarotzer. Dies geschah vor etwa 135.000 Jahren, als der Homo sapiens von Afrika in den Nahen Osten wanderte und den Hund Jahrzehntausende danach auch nach Europa mitbrachte. Das äußere Erscheinungsbild des Hundes blieb lange wolfsähnlich, warum sich auch keine "hundstypischen" Knochenfunde aus dieser Zeit finden. Erst als der moderne Mensch seßhaft wurde, begann sich der Hund aeusserlich zu veraendern. Wahrscheinlich schlossen sich besonders zahme Exemplare der Dorfgemeinschaft an, die sich dann ueber die Generationen ebenso veraenderten wie Beljajews Fuechse.
Die Domestikation des Hundes hat sich seitdem einzigartig weit entwickelt. Er das Tier geworden, das am besten mit dem Menschen kommunizieren kann. Untersuchungen am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wiesen nach, dass Hunde bereits genetisch bedingt menschliche Zeichen interpretieren können, die selbst Menschenaffen erst nach langem Training lernen.
Uebrigens bemerkt man eine aehnliche, wenn auch langsamere Entwicklung bei den Stadtfuechsen. Unsere spazieren inzwischen am helligten Tag an unserem Haus vorbei...
Geändert von shirotora (05.05.2011 um 14:25 Uhr)
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Das erinnert mich an eine Passage aus "Little Big Man" ... der Held der Geschichte kommt als kleiner weißer Junge ins Indianerdorf, da wird er von einem der Hunde angeknurrt und fürchtet sich. Indianermutti lacht, haut dem Hund ne Keule über die Omme und am Abend gibts Fleisch in der Suppe ...
So dürfte die "Zuchtauswahl" gelaufen sein bei unseren Ahnen und ihren ersten Hunden.
Geändert von Benutzername (05.05.2011 um 14:41 Uhr)
Danke, kannte ich noch nicht.
Auch dafür ein Danke.
Vielleicht hilft das doch etwas,
die 'dummen' Hundehalter zum generellen Überdenken ihres Verständnisses für ihre Hunde zu bewegen.
Übrigens, neben den Hunden gibt es eine zweite Tierart, die diese Fähigkeit besitzen. Es sind Schafe.
Interessant ist allerdings, dass gerade die Hunderassen solche überdurchschnittlichen Intelligenzleistung vollbringen können, die schon sehr lange in der Hütung von Schafen eingesetzt wurden.
Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.
Leute, ihr schaut zu viel Dschungelbuch. Versucht doch nicht immer menschliche Züge in euren Tieren zu suchen und lasst sie einfach Hund/Katze/Maus sein.
Nur weil ein Papagei spricht, weiß er noch lange um die Bedeutung seiner Worte![]()
ignorance is bliss
Geändert von dissens (06.05.2011 um 08:13 Uhr) Grund: zu früh am Morgen für Rechtschreibung ...
Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)
Man stelle sich vor, hier im Forum würde jemand äußern : "Ich hab Pech gehabt mit meinem Hund oder mach was falsch. Der hat keinen Sinn für Loyalität, ist total unsensibel und versteht mich nicht".
Da würde jemand kollektiv nen Vogel gezeigt bekommen.
Es meckert aber niemand, wenn jemand seinen Hund als Projektionsfläche für dieselben Attribute mißbraucht, wenn es nur im positiven Sinn erfolgt. Wir sind ohne weiteres in der Lage uns einzureden daß unser Hund uns total gut versteht, loyal ist wie Gold und sich in jede unserer Stimmungslagen einzufühlen vermag.
Geändert von Benutzername (06.05.2011 um 10:07 Uhr)
Matthias, der Ursprungsbeitrag versucht, im Gegensatz zum rührseligen Tagebuch eines Welpen zu verdeutlichen, dass unsere Hunde eben hündisch und nicht menschlich sind, dass sie Gefühle und Bedürfnisse haben, die aber eben alle hündisch und mit unseren eigenen wenig kompatibel sind.
Ich weigere mich nur, strikt anzunehmen, dass sie nicht in der Lage sind zu denken. Sie denken nicht wie wir, das ist unbestreitbar, aber ich meine, wir unterschätzen diese Wesen, wenn wir annehmen, sie seien dazu überhaupt nicht in der Lage.
Liebe Grüße von Nele mit Lola und Otto (02.12.2002 - 27.03.2014) im Herzen
Ein gut erzogener Hund wird nicht drauf bestehen, dass du die Mahlzeit mit ihm teilst,
er sorgt lediglich dafür, dass dein Gewissen so schlecht ist, dass sie dir nicht mehr schmeckt.
@Nelchen
sorry, ich war mental bereits vom Ursprungsbeitrag wech ... war eher allgemeines Geseier meinerseits![]()
Hunde sind speziell. Da gab es mal ein Experiment mit Hunden und Katzen. Man versteckte Leckerlies unter verschiedenen Bechern. Natuerlich fanden Hunde und Katzen Dank ihrer Nase den richtigen. Becher umgeworfen und Leckerlie geschnappt.
Beim zweiten Versuch praeparierte man die Becher so, dass sie nicht umzuwerfen waren. Die Katze verlor nach einer Weile die Lust und lies Becher Becher sein. Der Hund jedoch, sobald er bemerkte, dass er das Umwerfen nicht bewerkstelligen konnte, drehte sich sofort hilfesuchend zu Herrchen um...
Hunde und Menschen arbeiten seit tausenden von Jahren als Team. Durch selektive Zucht wurde diese Faehigkeit zu dieser Teamarbeit bei Hunden verstaerkt. Es gibt einen guten Film "Dogs that changed the world", dessen erster Teil die Geschichte und Entstehung dieser Beziehung beleuchtet. (Gibt es auch auf DVD.
Katzen hingegen jagen nicht zusammen mit uns Maeuse. Sie brauchen uns dafuer nicht.
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könnte das wohl auch damit zusammenhängen, alba, dass hunde eher das sind, was man als rudeltiere bezeichnen könnte, währen katzen eher einzelgänger sind?
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Interessant finde ich die Frage, warum keine Affen sich je die ökologische Nische "Mensch" erschlossen haben. Außer daß sie mal im Müll wühlen tut sich da ja nix, so weit ich weiß.
die anderen Begleiter sind ja meist mehr oder weniger sozial - Ziegen Hühner Schweine Kühe usw (katzen sind da fast ne Ausnahme). Da sollte man meinen, daß Affen aufgrund ihrer Verwandschaft noch besser passen würden.
Geändert von Benutzername (07.05.2011 um 12:12 Uhr)
Wahrscheinlich ist die zu füllende "Lücke" nicht groß genug als dass es für den Affen vorteilhaft genug wäre? *ganzspontanundbestimmtbiologischnichtabbaubarerla bermüll*
Nja und "andersrum" ... zumindest hierzulande sind die jetzt auch nicht so wahnsinnig nützlich - oder?
Hunde bewachen, Hühner legen Eier, ne Kuh gibt Milch oder kann gegesen werden, Pferde ziehen/tragen etwas, Katzen killen Mäuse/Ratten ... Affen? Affen werden bestimmt auch zu irgendwas "dressiert" aber so sie denn nicht gänzlich "fehlgeprägt" sind wirds kaum ein Affe für nötig halten sich von sich aus zu binden. Genaugenommen machen das Hühner, Pferde und Kühe doch auch nicht?
Geändert von atigrada (08.05.2011 um 15:18 Uhr)
Man darf bei so was ja beiden Seiten nicht voreilig eine Intention unterstellen, das sind Sachen die sich wohl häufig einfach ergeben weil es der Arterhaltung dienlich ist ( Symbiose können selbst Einzeller)
Das gezielte Entnehmen von Tieren aus der Natur mit anschließender Nachzucht dürfte recht spät begonnen haben, verglichen mit der Bindung der frühen Hunde an den Menschen. Denk ich mal. Und auch bei Hühnervögeln wär ne Zwischenstufe vorstellbar, wo halbwilde Hühner sich bei den menschlichen Siedlungen aufhalten, einen Teil der Eier sozusagen "opfern" aber dafür einen gewissen Schutz genießen und von Nahrungsresten profitieren können.
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