Hallo Eva,

was willst Du mit dem Chip erreichen?
Ruhe im Karton, Testosteron ´raus, Entspannung für alle und dann?
Läßt die Wirkung nach.
Ich halte das für keine gute Idee, zumal es nichts an dem Problem an sich ändern wird.
Du unterdrückst damit ja chemisch nur etwas, was vor allem nicht von Dauer ist.
Es ist nun einmal so, dass die Haltung zweier intakter Rüden durchaus nach hinten losgehen kann.
Das muß nicht so sein, das kann aber durchaus vorkommen.
Es ist eben nicht "naturgemäß", dass zwei intakte, voll erwachsene Rüden unbedingt friedlich gleichberechtigt nebeneinander leben würden.
Der Altersabstand von zwei Jahren könnte problematisch sein und das auch bleiben.
Ist der zweite Rüde als Welpe zum ersten, noch lange nicht fertigen, zweijährigen Rüden dazugekommen?
Sie sind jetzt beide voll erwachsen und sicher auch schon sehr gefestigt, da kann es immer wieder zu brenzligen Situationen kommen.
Es scheint ja auch so zu sein, dass es schon länger nicht die wirklich große Liebe zwischen beiden ist.
Für mich stellt sich bei solchen länger anhaltenden Problemen immer die Frage nach dem Sinn.
Wem tut man denn schlußendlich mit einer solchen, dauerangespannten Haltung zweier intakter Rüden, die schon mehrfach aufeinander losgegangen sind, chemisch beide kastriert werden mußten, damit ein Arbeiten überhaupt noch möglich war, nun einen Gefallen?
Ich finde es jetzt gerade nicht wieder, aber ich erinnere mich an ein Post zum Thema mit zwei Hündinnen, von denen eine letzten Endes abgegeben werden mußte, weil es einfach nicht möglich war, Ruhe und entspanntes Miteinander zu leben.
Mir wäre enorm wichtig, dass es beiden Hunden miteinander WIRKLICH gut geht.
Und es nicht ein "er nimmt sich zurück, und der andere duldet ihn in seinem Dunstkreis" - Miteinander ist.
Wer sich dauernd zugunsten des anderen zurücknimmt, bei dem fliegt irgendwann der Deckel vom Topf.
Und dass es evtl. auf DIE Art funktioniert, heißt ja noch lange nicht, dass es für die Hunde ein tolles, gemeinsames Leben ist.
Daueranspannung ist äußerst ungesund und führt letzten Endes zu einem nicht wirklich empfehlenswerten Zusammenleben.
Schau`Dir sehr genau an, wie toll diese Kombi letzten Endes wirklich ist.
Für die Hunde, meine ich.
Wollen sie tatsächlich miteinander leben?
Oder kriegen sie es irgendwie, mehr schlecht als recht, hin, weil sie nunmal keine Wahl haben?
Es sind Eure Hunde, Ihr kennt sie am besten.
Dass es nicht gut ist, so wie es ist, ist Euch ja scheinbar schon klar geworden.
Letzten Endes ist es sehr fraglich, ob eine Kastration, egal, ob vorübergehend oder endgültig, an der Grundstimmung irgendetwas ändern würde.
Und eben diese Grundstimmung liest sich für mich nicht wirklich gut....

Ich wünsche Euch alles Gute, bitte berichte mal weiter.

LG, Suse